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Diemelauen-
Renaturierung
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Diemelauen-Renaturierung
Nachdem in der Vergangenheit
auch die Diemel – wie fast alle Flußgewässer in Deutschland –
auf weiten Strecken technisch ausgebaut wurde (begradigt, regelmäßiges
und befestigtes Profil, Entfernung des Uferbewuchses, Nutzung
der Auen), hat in den letzten zwei Jahrzehnten eine Trendwende
zur Erhaltung der natürlichen Gewässerstrecken und zum naturnahen
Gewässeraus- und -rückbau stattgefunden. Im Bereich der Diemelauen
bot sich eine Reaktivierung der in ihrer Struktur noch vorhandenen
Altarme an.
Das Hauptanliegen bei der Reaktivierung
der Altarme war die Schaffung von Rückzugsräumen für bedrohte
Tier- und Pflanzenarten sowie die Erhöhung des Retentionsvermögens.
Unter Retention versteht man in der Wasserwirtschaft die ausgleichende
Wirkung von "Stauräumen" auf den Abfluss in Fließgewässern. Somit
dient die Maßnahme auch dem Hochwasserschutz.
Bedrohte Arten
finden mittlerweile in den Altarmen und Altwassern der Diemel
die benötigten Lebens- und Reproduktionsräume vor. So sind Biotopstrukturen
und Feuchtstandorte, Hecken und Auewälder entstanden, die ausgesprochen
positive Effekte für Natur und Landschaft beinhalten.
Die Kernzonen
der Altarme sind jedoch für Freizeit- und Erholungsnutzung untersagt.
Von der Randzone aus können Besucher das Gebiet einsehen. Mit
Ruhe, Geduld und einem Fernglas lässt sich so die reiche Flora
und Fauna am besten entdecken, ohne sie zu stören. Für Kanuten
ist die Diemel durchgängig passierbar – nur die Altarme sind
tabu.
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