Strecken-
verlauf

Der Landgraf-
Carl-Kanal

Wasserkraft-
werk und
Live-Museum
Wülmersen

Jugend-
begegnungs-
stätte und
Wasserschloss
Wülmersen

Friedrich-
Wilhelms-
Nordbahn

Diemelauen-
Renaturierung

Diemelauen-Renaturierung

Nachdem in der Vergangenheit auch die Diemel – wie fast alle Flußgewässer in Deutschland – auf weiten Strecken technisch ausgebaut wurde (begradigt, regelmäßiges und befestigtes Profil, Entfernung des Uferbewuchses, Nutzung der Auen), hat in den letzten zwei Jahrzehnten eine Trendwende zur Erhaltung der natürlichen Gewässerstrecken und zum naturnahen Gewässeraus- und -rückbau stattgefunden. Im Bereich der Diemelauen bot sich eine Reaktivierung der in ihrer Struktur noch vorhandenen Altarme an.

Das Hauptanliegen bei der Reaktivierung der Altarme war die Schaffung von Rückzugsräumen für bedrohte Tier- und Pflanzenarten sowie die Erhöhung des Retentionsvermögens. Unter Retention versteht man in der Wasserwirtschaft die ausgleichende Wirkung von "Stauräumen" auf den Abfluss in Fließgewässern. Somit dient die Maßnahme auch dem Hochwasserschutz.

Bedrohte Arten finden mittlerweile in den Altarmen und Altwassern der Diemel die benötigten Lebens- und Reproduktionsräume vor. So sind Biotopstrukturen und Feuchtstandorte, Hecken und Auewälder entstanden, die ausgesprochen positive Effekte für Natur und Landschaft beinhalten.

Die Kernzonen der Altarme sind jedoch für Freizeit- und Erholungsnutzung untersagt. Von der Randzone aus können Besucher das Gebiet einsehen. Mit Ruhe, Geduld und einem Fernglas lässt sich so die reiche Flora und Fauna am besten entdecken, ohne sie zu stören. Für Kanuten ist die Diemel durchgängig passierbar – nur die Altarme sind tabu.